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Innovationen und Umweltleistungen in der Ziegen- und Schafhaltung: Fachgebiet „Tierhaltung und Umwelt“ am INRA

Innovations Agronomiques 12 (2011), 29–52

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Detaillierte Beschreibung

Die Schaf- und Ziegenhaltung steht ebenso wie andere Bereiche der Tierproduktion vor vielfältigen ökologischen Herausforderungen: Die Belastungen müssen begrenzt und ein positiver Beitrag zur Erhaltung oder Verbesserung der Umwelt geleistet werden. Die Arbeiten des INRA und seiner Partner haben sich intensiv mit diesen Fragen befasst, wobei diese Kleinwiederkäuerhaltungen als Teil komplexer Agrarökosysteme betrachtet wurden. Diese gemeinsame Zusammenfassung bündelt unter Berücksichtigung der verschiedenen Ansatzebenen die Maßnahmen, an denen das INRA beteiligt ist. Betrachtet man zunächst die allgemeinen Trends hinsichtlich der Tierbestände und ihrer geografischen Verteilung, lassen sich die Anpassungen oder das Verschwinden dieser Betriebe anhand technisch-ökonomischer Ansätze erkennen. In diesem Zusammenhang war es für das INRA wichtig, sich vor allem mit den Ursachen der Veränderungen zu befassen und die damit einhergehenden technischen, organisatorischen und betrieblichen Innovationen zu ermitteln. Insgesamt waren die drei Triebkräfte dieser Entwicklungen die Vergrößerung der Herden und der Flächen, die Vereinfachung der Bewirtschaftung (Arbeitsaufwand) sowie die Reduzierung des Einsatzes von Betriebsmitteln (Kosten) zugunsten lokaler natürlicher Futterressourcen. In diesem Rahmen bewertet das INRA auch die Akzeptanz einiger seiner Erfindungen. Vor diesem Hintergrund beschränken sich die Zuchtmerkmale der Tiere nicht mehr allein auf die Maximierung der individuellen Produktivität. Spezifische Untersuchungen an diesen Tierarten erweisen sich als notwendig, um die Zuchtmerkmale zu identifizieren, die in Systemen, die Unwägbarkeiten auffangen können, entscheidend sind. Der Leitgedanke ist, dass Anpassungsfähigkeiten, die zuvor nicht ausreichend genutzt oder gar ignoriert wurden, auf die Tiere selbst übertragen werden müssen. Die Steuerung der Fortpflanzung wirft bei diesen saisonabhängigen Tierarten nach wie vor ernsthafte Umweltprobleme auf. Für diese Arten erarbeitet das INRA derzeit Alternativen zum Verbot des Einsatzes hormoneller Behandlungen, die Rückstände freisetzen und ethische Fragen hinsichtlich ihrer Anwendung aufwerfen. Um die Umweltleistung dieser Tierhaltungsbetriebe zu quantifizieren, hat das INRA zwei interdisziplinäre Plattformen eingerichtet und nutzt Versuchsgebiete, in denen Tierhaltungssysteme langfristig untersucht werden. Durch einen interdisziplinären Ansatz ermöglichen Multikriterienanalysen die Bewertung der Umweltleistung dieser Bewirtschaftungsformen sowohl hinsichtlich Treibhausgasen und fossiler Energie als auch der Biodiversität. Ein solcher Ansatz ermöglicht vor allem eine objektive Bewertung der Kompromisse zwischen Produktivität und Umweltleistung. Schließlich ermöglichen auf größeren Ebenen wie Produktionsgebieten und Mikroregionen ermöglichen Aktionsforschungsprojekte zur Koordination der Akteure die Bewertung von Koordinationsmodellen, die Produktionsziele (regelmäßige Produktion) mit einer nachhaltigen Nutzung von Weideökosystemen in Einklang bringen. Diese Studien erstrecken sich bis auf territoriale Ebenen, auf denen die landschaftliche Dimension berücksichtigt wird, insbesondere weil beispielsweise die brandhemmende Rolle der Kleinwiederkäuerhaltung unbestritten ist. Unabhängig von der Betrachtungsebene stützt sich die Bewertung der Umweltleistung von Schaf- und Ziegenhaltungsbetrieben weitgehend auf die Modellierung der Systeme und/oder auf Simulationen.

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Inhaltsbeschreibung

Projekt

Innovations agronomiques

Innovations agronomiques

Standort
France
Verfasser*innen
Bocquier F., Benoit M., Laignel G., Dedieu B., Cournut A., Fiorelli C., Jouven M., Moulin C.H., Aubron C., Lurette A., Lapeyronie P., Hassoun P., Meuret M., Agreil C., Napoléone M., Hoste H., Friggens N., Tichit M., Gonzalez-Garcia E., Hazard D., François D., Pellicer M., Guillouet P., Boissard K., Fabre-Nys C., Debus N., Teyssier J., Tournadre H., Migaud M., Malpaux B., Chemineau P., Bodin L., Prache S., Bouix J., Barillet F., Boutonnet J.P., Chia E., Lasseur J., Etienne M., Gibon A, Choisis J.P., Labatut J., Paoli J.C., Santucci P.M.
Zweck
Implement best practices, Adopt innovative practices, Learn and develop skills

Dateiformat
Dokument
Erstellt am
02. Jan. 2011
Originalsprache
French
Offizielle Projekt-Webseite
Innovations agronomiques
Lizenz
CC BY