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Jessour im Süden Tunesiens: Wassergewinnung und Erosionsschutz

Traditionelle Regenwassernutzungssysteme im trockenen Hochland im Süden Tunesiens zur Verbesserung der Wasserspeicherung und des Bodenschutzes

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Detaillierte Beschreibung

Jessour ist eine alte Methode zur nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung in den trockenen Hochebenen Südtunesiens, insbesondere in den Regionen Medenine, Gabès, Matmata und Tataouine. Diese Technik basiert auf traditionellen Wasserbauwerken und maximiert die Wasserspeicherung, wodurch Bodenerosion verhindert und die Versickerung sowie die Grundwasserneubildung gefördert werden. Jede Jessour-Einheit umfasst ein Einzugsgebiet (Auffangbecken), eine Terrasse (Anbaufläche für Olivenbäume, Feigenbäume, Dattelpalmen und einjährige Kulturen) sowie einen Trockenmauerdamm zum Zurückhalten von Wasser und Sedimenten. Das System wurde für Gebiete mit Niederschlagsmengen zwischen 100 und 150 mm pro Jahr und Höhenlagen zwischen 400 und 600 Metern entwickelt und erweist sich in der Regenfeldwirtschaft in Randgebieten als wirksam, da es die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln und die Produktionsautarkie gewährleistet. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung gilt das System als widerstandsfähiges Modell der Klimaanpassung, das durch Projekte wie ResAlliance unterstützt wird, die von der Europäischen Union, dem INRGREF und dem Observatoire du Sahara et du Sahel kofinanziert werden. Die Umsetzung erfordert technisches Wissen, materielle Ressourcen und regelmäßige Wartung, wobei finanzielle Engpässe und Widerstände gegen Veränderungen als Hindernisse gelten.

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Inhaltsbeschreibung

Projekt

ResAlliance

Landscape resilience knowledge alliance for agriculture and forestry in the Mediterranean basin

Standort
Tunisia
Verfasser*innen
Mohamed Tahar Elaieb, Issam Touhami, Samir Thahri, Sondes Fkiri, Boutheina Stiti
Zweck
Dissemination

Dateiformat
Dokument
Erstellt am
27. Jan. 2024
Originalsprache
Italian
Offizielle Projekt-Webseite
ResAlliance
Lizenz
CC BY-NC-ND