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Kohlenstoffanbau: Ein Meilenstein für die Agroforstwirtschaft in der EU?
Ausweitung der Agroforstwirtschaft in der EU: Rahmenbedingungen der GAP und der CRCR für Kohlenstoffbindung und nachhaltige Landbewirtschaftung
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Detaillierte Beschreibung
Die Agroforstwirtschaft in der EU erhält im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik nur begrenzte Unterstützung, dürfte jedoch von der bevorstehenden EU-Verordnung über die Zertifizierung von Kohlenstoffentfernungen (CRCR) profitieren, die standardisierte Überwachungs-, Berichts- und Überprüfungsverfahren für Bodenkohlenstoff, Agroforstwirtschaft, die Wiedervernässung von Mooren und die Waldbewirtschaftung festlegt. Die CRCR, die bis Oktober 2024 fertiggestellt sein soll, legt 16 Kriterien für die Zertifizierung fest, darunter Zusätzlichkeit, Nachhaltigkeit und eine auf dem IPCC basierende Kohlenstoffbilanzierung. Die GAP-Finanzierung unterstützt die anfängliche Planung und Baumpflanzung (Jahr 1), wobei die Vergabe von Kohlenstoffgutschriften ab Jahr 6 auf der Grundlage von Baumwachstum, Veränderungen des Bodenkohlenstoffs und Emissionsminderungen beginnt. Die Überwachung stützt sich auf das LPIS (Land Parcel Identification System) der GAP, Satellitenbilder und einen fünfjährigen Tätigkeitszeitraum, der auf die wirtschaftliche Umtriebszeit von Bäumen abgestimmt ist. Die Agroforstwirtschaft verbessert die Kohlenstoffbindung im Boden, die Biodiversität, die Wasserspeicherung und das landwirtschaftliche Einkommen, insbesondere in Regionen mit geringer Baumbedeckung – wo 95,2 Millionen Hektar EU-Acker- und Grünlandfläche baumlos sind und 117,9 Millionen Hektar weniger als 10 % Baumbedeckung aufweisen. Um bis 2040 eine Baumbedeckung von 10 % zu erreichen, müssen jährlich 750.000 Hektar bepflanzt werden. Projekte müssen Dauerhaftigkeit, finanzielle Tragfähigkeit ohne CO₂-Zahlungen und eine solide MRV gewährleisten. Zu den Begleitnutzen zählen die Verringerung der Umweltverschmutzung, die Nährstoffspeicherung sowie die Produktion von Holz, Biokohle und Futtermitteln. Das EU-Instrument zur Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft und die Richtlinie zur Bodenüberwachung standardisieren die Daten. Der langfristige Erfolg hängt von der wirtschaftlichen Tragfähigkeit, einer genauen Kohlenstoffmodellierung (z. B. Tier-3-IPCC-Methoden) und politischer Unterstützung ab, einschließlich der EU-Expertengruppe für Kohlenstoffentfernungen und der EURAF-Policy-Briefs.
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Inhaltsbeschreibung
- Projekt
ResAlliance
Landscape resilience knowledge alliance for agriculture and forestry in the Mediterranean basin
- Standort
- Portugal, Spain, Italy
- Verfasser*innen
- Gerry Lawson
- Zweck
- Dissemination
- Dateiformat
- Dokument
- Erstellt am
- 01. Apr. 2024
- Originalsprache
- English
- Offizielle Projekt-Webseite
- ResAlliance
- Lizenz
- CC BY-NC-ND
- Schlagworte
- Themen